Baukulturcamp

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Baukultur in die Öffentlichkeit!

Wie möchten wir zukünftig wohnen, arbeiten und leben in der Stadt und auf dem Land? Was sind die drängenden Fragestellungen und Herausforderungen, denen wir uns als Gesellschaft akut und perspektivisch stellen müssen? Welchen Beitrag kann und muss die „gebaute Umwelt“ dabei leisten: Gebäude, Infrastruktur, Quartiere, öffentlicher Raum, Landschaftsraum? Welche Rolle spielt die Fachöffentlichkeit, welche die Öffentlichkeit – und wie kommt es zu einem Ausgleich von Interessen? Wie wird eine hohe Qualität erreicht und gesichert?

Diese Fragestellungen sind der thematisch breit gefächerte Aktionsraum einer Vielzahl ehrenamtlicher AkteurInnen, die sich vor Ort für die Qualität von Baukultur engagieren; als Einzelpersonen, als gesellschaftliche Initiative, als gemeinnütziger Verein. Sie bringen Themen in die Öffentlichkeit und öffnen die oftmals nur in der Fachöffentlichkeit geführten Diskussionen für eine breite gesellschaftliche Beteiligung.

Was ist das Baukulturcamp?

Das Baukulturcamp ist eine Plattform für den unmittelbaren Informations- und Erfahrungsaustausch der lokal engagierten AkteurInnen aus dem gemeinnützigen bzw. ehrenamtlich getragenen Umfeld.

Es versteht sich als informelle Ergänzung bestehender institutioneller Netzwerkformate auf Bundes- und Landesebene. Das Baukulturcamp ist unabhängig, nicht kommerziell und wird privat und ehrenamtlich organisiert.

Die TeilnehmerInnen und ihre Aktivitäten stehen im Mittelpunkt; es geht um einen Austausch auf Augenhöhe, um ein Lernen von- und miteinander, über die Diskussion zu konkreten Themen des baukulturellen Vermittlungs-Alltags, über Rahmenbedingungen und Mechanismen, über Strategien und Inhalte, über Organisation und Finanzierung.

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Aus der Praxis für die Praxis!

Das Baukulturcamp lebt vom Mitmachen! Angeregt durch in der freien Szene erfolgreichen Formate wie „BarCamp“ oder „Open Space“ gibt es keine vordefinierte Tagesordnung, keine eingeladenen ReferentInnen und keine Podiumsbestuhlung.

Das Baukulturcamp wird von einer kreativen Arbeitsatmosphäre geprägt, in der gemeinsam Themen ausgewählt, vorgestellt, rückgekoppelt und diskutiert werden. Alle, die sich ehrenamtlich engagieren, sind per se qualifiziert für die Teilnahme am Baukulturcamp, für die gemeinsame Diskussion, denn sie können aus ihrer eigenen Praxis wertvolle Impulse beisteuern.

Alle TeilnehmerInnen sind bereits im Vorfeld aufgerufen, sich Gedanken über Themen zu machen, die sie gerne mit anderen besprechen möchten. Dies können ganz alltägliche Fragestellungen mit konkretem Hintergrund sein, aber auch grundsätzliche oder strategische Fragen.

Wie immer die eigenen Erfahrungen mit einem Thema oder einem Format aussehen, es lässt sich sowohl aus erfolgreichen als auch aus schwierigen Beispielen gut voneinander lernen.

Welche Themen beim Baukulturcamp behandelt werden, entscheiden die TeilnehmerInnen selbst vor Ort. Bis zu 12 unterschiedliche Sessions sind möglich, so dass eine große Bandbreite unterschiedlicher Interessen abgedeckt werden kann. Eine Session beginnt mit dem inhaltlichen Input eines/r TeilnehmerIn, z.B. einer Fragestellung aus der eigenen Praxis, der Vorstellung einer Idee oder eines konkreten Projektes. Anschließend wird die Thematik gemeinsam besprochen, so dass sowohl für den konkreten Anlass als auch für die allgemeine Praxis ein hilfreicher Mehrwert entsteht.

Das Baukulturcamp richtet sich selbstverständlich auch an diejenigen, die den ersten Schritt zu eigenen Aktiväten noch vorbereiten und sich vorab mit anderen Aktiven austauschen möchten.

Baukulturcamp 2015

Das erste Baukulturcamp fand am Samstag, den 19. September 2015 in Münster statt. Veranstaltungsort war der Westfälische Kunstverein, Rothenburg 30, 48143 Münster, im Gebäudekomplex des LWL-Museum für Kunst und Kultur in der Innenstadt.

Beim Baukulturcamp 2015 stellten sich ehrenamtlich tätige Akteure und Akteurinnen gegenseitig vor, tauschen sich aus, diskutieren ihre Praxiserfahrung, entwickeln eigene Ideen und Formate, formulieren Empfehlungen.

Die Themen waren:

  • Warum engagiere ich mich eigentlich für Baukultur? Was ist mein innerer Antrieb?
  • Nachkriegsarchitektur und Denkmalschutz
  • Niveau halten!
  • Wie findet man die richtige Sprache? Wie verschafft man sich Gehör? Wie nimmt man Einfluss?
  • Warum ist Baukultur für viele so unsexy – und wir brennen für das Thema?
  • Der öffentliche Raum als Schlüsselkategorie
  • Gutes Leben in der Stadt – auch für Flüchtlinge
  • Partizipation neu denken – Instrumente in der Baukulturvermittlung
  • Braucht man ein eigenes Domizil für seine Baukulturinitiative?
  • Stärkere Vernetzung lokaler Initiativen – Baukulturcamp 2.0

Wer steckt hinter dem Baukulturcamp?

Karin HartmannJan KampshoffChristian Wendling

Das Baukulturcamp ist ein Projekt von Karin Hartmann (Baukultur, Paderborn), Jan Kampshoff (modulorbeat, Münster) und Christian Wendling (phase10, Köln), die über ihre professionelle Tätigkeit in der Baukulturvermittlung hinaus in vielen ehrenamtlichen und gemeinnützigen Projekten aktiv sind.

Unterstützer des Baukulturcamps 2015

Westfaelischer-KunstvereinStadtBauKultur-NRW

Der Westfälische Kunstverein e.V. unterstützte uns durch die freundliche Bereitstellung seiner Räumlichkeiten.

Das Baukulturcamp 2015 wurde im Rahmen der Initiative „Stadtgespräche NRW“ unterstützt von der Landesinitiative StadtBauKultur NRW 2020.

Hierfür unseren herzlichen Dank!

 

Wir arbeiten an einer Fortsetzung in 2016!
Karin Hartmann · Jan Kampshoff · Christian Wendling

 



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